Herzlich willkommen und hallo, hier Bryan! Hm, es gibt den Weltraum, unendliche Weiten, das Web und mittendrin seit vielen Monaten auch mich, den Bryan. Ich bin ein kleiner Teddybär aus Bayern und lebe bei meinem Papi, der als Autor, Lektor und Redakteur arbeitet. Der Papi hat mich auch ermuntert, Euch von meiner Welt zu erzählen. Gute Unterhaltung!Aktuelle EinträgeIn Verehrung für meinen liebsten Präsidenten!
Donnerstag, Januar 5 2012 Herzliche Grüße zur Weihnachtszeit Freitag, Dezember 23 2011 Bryans Schlagerladen, viertes Lied Donnerstag, Dezember 15 2011 Am Sonntag, dem 11., war Freitag der 1.! Donnerstag, Dezember 15 2011 Sucht Ihr im letzten Moment ein Geschenk? Sonntag, Dezember 11 2011 Mit Bryan unterwegs: Colle Sommeiller Mittwoch, August 31 2011 Der Theo hilft Euch auf die Beine! Freitag, Juni 17 2011 KategorienArchiveSucheStatische SeitenPowered by |
Donnerstag, 5. Januar 2012
Geschrieben von Bryan
in Biss vom Bärenbankerl, Mensch des Monats
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22:55
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In Verehrung für meinen liebsten Präsidenten!![]() Sandro Pertini, italienischer Staatspräsident 1978 bis 1985 (Foto: Presidenza della Repubblica) Viele andere Politiker sollten sich mehr als nur eine Scheibe bei ihm abschneiden. Auweia, da will ich nicht politisch werden und kann doch nicht anders, als auf zwei meiner bisherigen Artikel zu verweisen: „Ordentlich zurücktreten, wie geht das?“ und „Adel verzichtet – ein Franke auf Entzug“. Fehlt als Drittes nur noch der Verweis auf „‚Ich entschuldige mich‘ – ‚Das geht aber nicht‘“. Weiß Gott, es war eine andere Zeit, in der Sandro Pertini wirkte. Und ein anderes Land. Doch bei der Durchsicht seiner Wikipedia-Biografie verspüre ich wieder mal so richtig die tiefe Sehnsucht nach einem guten Präsidenten für mein Bärenherz. Liebe Freunde, Ihr könnt etwa im Online-Nachschlagewerk Wikipedia eine ganze Menge über den am 25. September 1896 geborenen und am 24. Februar 1990 verstorbenen Alessandro Pertini nachlesen. Italienischer Staatspräsident war er von Juli 1978 bis Juni 1985. Vor dieser Zeit hatte er bereits eine Menge erlebt – doch keine Sorge, ich fasse mich kurz und auch das Hauptabendprogramm des öffentlich-rechtlichen Fernsehens wird wegen Sandro Pertini niemals mehr geändert werden. Schade eigentlich! Sandro Pertini: Sohn eines reichen Grundbesitzers aus dem Piemont, Salesianer-Internat, Gymnasium, ligurische Arbeiterbewegung. Studium der Sozial- und der Rechtswissenschaften, Promotion, später Diplomstudium der Politikwissenschaften. „1917 wurde Pertini eingezogen, nahm als Leutnant an der Isonzo-Front am Ersten Weltkrieg teil und erhielt einige Auszeichnungen für Mut und Tapferkeit. 1918 trat er dem Partito Socialista Italiano (PSI) bei.“ (PSI heißt auf Deutsch SPI, also Sozialistische Partei Italiens. Auch alle folgenden Zitate haben der Papi und ich der Wikipedia von heute entnommen.) Freitag, 17. Juni 2011
Geschrieben von Bryan
in Mensch des Monats, TV: TeddyVision
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23:56
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Der Theo hilft Euch auf die Beine!![]() Ich schau Dich an, Du schaust mich an: Theo Garthe ist mein bisher jüngster Mensch des Monats. (Foto: ZDF) Vielleicht denkt Ihr jetzt, Euer Bryan hätte sie nicht mehr alle. Aber ich habe sie noch, liebe Freunde, versprochen. Der kleine Theo dagegen hat sie nicht alle, denn ihm fehlen – seine beiden Beine. Wie man trotzdem mit starken Armen sein Leben meistern kann, das hat der Theo uns in jener Nacht vor dem Bildschirm so eindrucksvoll gezeigt, dass ich immer noch ganz hin und weg bin. Der Theo war mit seinen Eltern Sabine und Axel Garthe im Studio. Kleine Einspielfilme zeigten Szenen aus dem Alltag des Jungen. Theo ist mit einem seltenen Gendefekt auf die Welt gekommen, den Ihr Menschen nach den altgriechischen Benennungen für Robbe und Glied Phokomelie nennt. Diese „Robben-Gliedrigkeit“ bezeichnet zwei Arten einer Fehlbildung der Gliedmaßen: Im einen Fall setzen wegen des Fehlens der langen Röhrenknochen die Hände direkt an den Schultern und die Füße direkt an der Hüfte an, was angeblich den Flossen von Robben ähnelt (ob ich mir eine Robbe auch mal genauer anschauen sollte? – egal, der Papi meint nur, dass ich hier „Contergan“ schreiben soll, dann wüsstet Ihr sofort Bescheid). Im anderen Fall fehlen die Extremitäten – also entweder Arme und Hände oder/und Beine und Füße – nahezu ganz beziehungsweise vollständig. Alle Formen der Phokomelien werden nach Eurem derzeitigen Wissensstand „vererbt oder durch äußere Einflüsse hervorgerufen“ (wikipedia.de), etwa als Nebenwirkung von Medikamenten und Hormonpräparaten. Natürlich kann heute im Rahmen der vorgeburtlichen Diagnostik per Feinultraschall-Untersuchung eine Phokomelie erkannt werden. Meistens passiert dann – soll ich das wirklich auch natürlich nennen? – im Menschenreich etwas angeblich ganz Normales ... Doch gottlob nicht bei Theo: Seine Mutter erfuhr im vierten Schwangerschaftsmonat bei einer Routineuntersuchung vom Gendefekt ihres ungeborenen Kindes. Versetzt Euch nur mal in ihre damalige Lage: die nach langem Schweigen herumdrucksende Ärztin („Ich sehe da keine Beine ...“), weitere Untersuchungen, das schockierende Ergebnis. Aber im Fall der Familie Garthe wichen der große Schrecken und die Verunsicherung bald einer Gewissheit: Es kommt nicht so sehr darauf an, dass ein Kind hundertprozentig gesund auf die Welt kommt, sondern darauf, dass es ein glückliches Kind ist – also von wegen Hauptsache gesund: Hauptsache glücklich! Auch alle Bärenkinder würden ihr hier freudig zustimmen! Theos nach eigener Aussage positiv eingestellte Eltern (Vater Axel: „Er hat glückliche Eltern, die lange auf ihn gewartet haben“) konnten erleben, dass „sich Traurigkeit in Freude verwandeln kann“. Dienstag, 11. Januar 2011
Geschrieben von Bryan
in Bryan hört Musik, Mensch des Monats
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23:23
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Vittorio macht Bären froh
… und die Menschen ebenso! Für uns Freunde in der Bärenrunde begann und beginnt das Jahr 2011 sehr festlich. Das liegt aber nicht daran, dass sich der Papi nach der feierlichen Weihnachtszeit dieses Jahr mit Riesenschritten seinem Fünfundsiebzigsten nähert (bevor Ihr ihm gratuliert: ich meine
![]() „Vittorios Visitenkarte“, hier vorgestellt von Xandi (r.) und seinem Freund Fino. Und jetzt schwärmen auch meine Bärenfreunde und der Papi ganz toll von „The Italian Tenor“ und alle beglückwünschen sie mich zu meiner Wahl. Daher will ich auch Euch den Vittorio freundlich empfehlen. Ob ich wohl der erste Teddybär bin, der über Vittorio Grigolo schreibt? Die fünfzehn Stücke seiner ersten Opern-CD „The Italian Tenor“ nahm Vittorio Grigolo vom 28. Januar bis zum 1. Februar 2010 in Parma auf, zusammen mit dem Orchester des Teatro Regio di Parma unter der Leitung von Pier Giorgio Morandi. Ein argentinischer oder ein mexikanischer Tenor, der wie Vittorio bereits an der Metropolitan Opera in New York, der Mailänder Scala und im Royal Opera House in Covent Garden zu London gesungen hat, denkt bei PARMA vielleicht – genau wie ich – zunächst eher an Schinken. Aber für Vittorio waren der „richtige“ Ort für seine Aufnahmen sehr wichtig. Er wollte in seiner italienischen Heimat und in einer Gegend ins Mikrofon singen, in der „die Menschen die Oper zu sich nehmen wie Biscotti und Milch am Morgen“. Vittorio wünschte sich außerdem ein ausdrucksstarkes Repertoire „für die Kultur, aus der ich komme. Das ist so, als würde ich jemandem, der mich nicht kennt, meine Visitenkarte geben – die Stimme eines italienischen Tenors, auf natürliche Weise kommunizierend. Wir haben Arien ausgewählt, die ein großes, buntes Gemälde zeigen.“ Aber hört am besten selbst, wie geschmackvoll Vittorios Parma-CD tatsächlich geworden ist! Freitag, 7. Mai 2010Das Eis und ich, wir schmelzen: Stéphane Lambiel!
Zu seinen vielen glühenden Verehrern gehöre natürlich auch ich. Während der Papi langsam vom Sommer träumt, gehe ich für meinen Mensch des Monats-Beitrag doch glatt nochmal aufs blanke Eis. Erinnerungen werden wach und Euer Bryan
![]() „Du Stéphane, hast Du mal ’ne Pirouette für mich?“ „Ja Bryan, für Dich eine mit extra viel Feuer!“ Das ist mein Traum. Früher stand auch der Papi gerne auf Schlittschuhen. Aber nach einem halben Rittberger und einem viertelten Axel war es vorbei mit seiner Eiskunstlaufkarriere. Beim blutjungen Stéphane sah das ganz anders aus. Ihr sollt ruhig wissen, ich habe seit vielen Jahren die sportliche Karriere dieses Ausnahmekünstlers verfolgt. Ich schätze es nämlich sehr, wenn ein sympathischer und zielstrebiger Mensch mit viel Charisma und Wandlungsfähigkeit in die Höhe springt und sich kunstvoll drei- oder viermal um die eigene Achse dreht. Und wenn auch Ihr mal eine seiner Pirouetten gesehen habt, werdet Ihr mir vielleicht beipflichten: Niemand dreht sich so schön im Kreis wie Stéphane. Und wenn ein so außergewöhnliches Talent über viele Monate hinweg stundenlang täglich diszipliniert trainiert, dann kann ich ja wohl mal zehn Minuten im Jahr zugucken kommen! Dienstag, 2. März 2010Anfeuern statt feuern: der Unternehmer Götz Werner
Liebe Freunde, ich bin etwas zu spät dran, ich weiß. Aber der Papi meint, dass ich den Artikel über meinen Menschen des Monats Februar gut und gerne auch erst Anfang März ins Netz stellen könne. Also los: Wenn ich mir die bisherigen Menschen des Monats so anschaue, dann waren das mit Ausnahme von Barack Obama immer Künstler und Künstlerinnen. Heute nun ist erstmals ein Mensch der Wirtschaft dran, ein bärenstarker natürlich: Götz Werner ist ein deutscher Unternehmer, den der Papi und ich seit vielen Jahren sehr schätzen.
![]() Götz W. Werner, mein Mensch des Monats Februar (Foto: EHI) Heute geht es um Götz Wolfgang Werner, der am 5. Februar 1944 und also während des Zweiten Weltkriegs als fünftes Kind einer Drogistenfamilie in Heidelberg geboren wurde. In Konstanz am Bodensee besuchte er eine Handelsschule und machte nach der Mittleren Reife eine Drogistenlehre. Nicht dass ich es vergesse: Auch während dieser Ausbildung betrieb er sein Hobby Rudern dermaßen leidenschaftlich, dass er 1963 den Deutschen Meistertitel im Doppelzweier errang (bei Doppelzweier habe ich ja bisher eher an den Papi und mich gedacht). Vor dem Eintritt ins elterliche Drogeriegeschäft in Heidelberg erwarb sich Götz Werner fünf Jahre lang in verschiedenen Handelskonzernen eine gründliche Berufspraxis. Doch dann musste das Werner’sche Familienunternehmen Insolvenz anmelden! Eine Karlsruher Großdrogerie war Götz Werners nächste berufliche Station. Als jedoch die dortige Geschäftsführung seinen innovativen Ideen – Einführung des Discounter-Prinzips bei kompetenter Kundenberatung – nicht folgen wollte, verließ er seinen Arbeitgeber und machte sich selbstständig. Donnerstag, 21. Januar 2010Nicht ewig währt das Glück. Petra Schürmann zum Gedenken![]() Petra Schürmann bei einer Gala 2002 in München. (Foto: DDP) Aber am 21. Juni war alles vorbei: Um 8.45 Uhr fuhr auf der A8 bei Rosenheim ein Geisterfahrer in selbstmörderischer Absicht gegen ein mit zwei Personen besetztes Auto. Eine der zwei Frauen im VW Passat starb: Petra Schürmanns 34-jährige Tochter Alexandra. Von diesem Schicksalsschlag hat sich ihre Mutter nie mehr erholt, am 14. Januar ist sie 76-jährig nach langen und schweren Krankheiten gestorben: Mein Mensch des Monats Januar war eine der bekanntesten TV-Moderatorinnen des Landes und das Vorzeigegesicht des Bayerischen Rundfunks, eben Petra Schürmann. In der Stunde ihres Todes war ihre beste Freundin, Prinzessin Ursula von Bayern, bei ihr. Auf dem Nachttisch lagen ein vom Papst geweihter Rosenkranz und der Lieblingsteddybär ihrer Tochter Alexandra. Dass mich dieses mehr bewegt als jenes, werdet Ihr mir hoffentlich verzeihen. Zumal wenn Ihr erfahrt, dass Petra Schürmann diesen Teddy auch im Sarg in ihrem Arm hält. Schluck. Begonnen hatte Petra Schürmanns Leben in behüteten Verhältnissen und weitab von Bayern: Geboren wurde sie am 15. September 1933 in Mönchengladbach. Die Mutter war Journalistin, der Vater Prokurist in einem Kabelwerk. Mit einem älteren und einem jüngeren Bruder wuchs sie in einem streng katholischen Elternhaus in Wuppertal auf und begann nach dem Abitur ein Studium der Philosophie und der Kunstgeschichte in Bonn, Köln und München. Samstag, 19. Dezember 2009
Geschrieben von Bryan
in Mensch des Monats, Worte im Wind
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Ein Bruder im Geiste, für Eure Herzen
Natürlich kann es sein, dass Ihr seinen Namen noch nie zuvor gehört habt. Das macht aber nichts, im Gegenteil: Gerade dann ist es mir besonders wichtig, ihn Euch in meiner Mensch des Monats-Reihe etwas näher vorzustellen.
![]() Werdet nicht muffig, den finde ich knuffig! Knapp war einst das Urteil, das ein Pariser Verleger über sein erstes Romanmanuskript fällte: „Das ist ein wunderbarer Schriftsteller: Er ist prägnant, hat Aussagekraft, ist geistreich und hat was zu sagen.“ Am Ende seines Lebens sprach dieser oft auch als Lehrer, Prediger oder gar als Prophet bezeichnete Schriftsteller zu seinem Bruder: „Ich hoffe inständig, dass ich meine Arbeit so gemacht habe, dass jemand, wenn ich mal nicht mehr bin und wenn er sich die Mühe macht, in dem ganzen Durcheinander, dem ganzen Trümmerhaufen, den ich hinterlassen habe, herumzugraben, dass er dann etwas findet, was er brauchen kann. Wenn mir das gelungen ist, dann habe ich etwas erreicht im Leben.“ Viele Jahre früher hatte mein Mensch des Monats Dezember gesagt: „Keine Gruppierung, kein Slogan, keine Partei, keine Hautfarbe und auch keine Religion ist wichtiger als der Mensch selbst. … Ich glaube nämlich wirklich an das neue Jerusalem. Ich glaube nämlich wirklich, dass wir alle bessere Menschen werden können. Aber der Preis ist enorm, und noch sind die Menschen nicht bereit, ihn zu zahlen.“ Ihr merkt, wir kommen „ihm“ immer näher. Für mich einzigartig ist jedenfalls ein schwarz-weißes (!) Fernsehinterview aus den 1960er-Jahren. Vor Publikum fragt ihn da der weiße Gastgeber: „Als Sie als Schriftsteller anfingen, waren Sie schwarz, völlig mittellos und homosexuell. Kamen Sie sich da nicht benachteiligt vor?“ Seine lächelnd vorgetragene, spontane Antwort: „Nein, ich fand, ich hätte das große Los gezogen!“ Das Publikum gibt sich amüsiert, da fügt er hinzu: „Es war so ungeheuerlich, dass es eigentlich nicht mehr schlimmer werden konnte.“ Dabei wird verschwiegen, dass er zu allem Überfluss auch noch Linkshänder war … Donnerstag, 26. November 2009
Geschrieben von Bryan
in Bryan hört Musik, Mensch des Monats
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Herzlichkeit und Kraft und Freiheit: Tina Turner!
Ui, das klingt ja direkt bombastisch. Erinnert mich irgendwie an eine Hymne. Aber es passt doch richtig gut, weil ich schließlich über eine Jahrhundertfrau schreiben will: Mein Mensch des Monats November kann niemand anderer sein
![]() Sie lächelt, und die Welt leuchtet: Da lieg ich dann wie hingegossen (und heb’ ergeben meine Flossen)! Als Anna Mae Bullock wurde Tina Turner 1939 im US-Bundesstaat Tennessee geboren. Ihre Mutter war eine temperamentvolle Frau mit indianischen Wurzeln, ihr Vater der Vorarbeiter auf einer Baumwollplantage. Im Kirchenchor ihrer Heimatgemeinde Nutbush sammelte Anna Mae erste Erfahrungen als „Sängerin“. Ihre Kindheit war eher schwierig, die Eltern trennten sich nach jahrelangen Streitereien. War ihre fast drei Jahre ältere Schwester Alline noch ein Wunschkind gewesen, so widerfuhr Anna Mae das Leid, das ungewollte Kind einer sich auflösenden Verbindung zu sein. In ihrer auch heute noch lesenswerten Biografie „Ich, Tina. Mein Leben“ aus dem Jahr 1986 schreibt sie über jene Zeit: „Ich kam mir vor wie ein totaler Außenseiter, so als wäre ich der Einzige von meiner Art. Ich zog ganz alleine los, hinaus in die Welt, wanderte durch die Wiesen und besuchte die Tiere. Ich war einsam, ergab mich diesem Schicksal aber nicht. Ich sagte nur: ‚Okay, dann ist es eben so‘, und ich glaube, ich gewöhnte mich daran. Ich hatte meine eigenen Dinge, die mir wichtig waren, meine eigene Welt sozusagen. Und das war für mich der Anfang. Ich hatte niemanden, hatte in meinem Leben kein Fundament, daher musste ich selbst sehen, wie ich zurechtkam. Das war immer so. Vom ersten Tag an musste ich mir meinen Weg in dieser Welt suchen, musste stark werden und erkennen, welche Aufgabe dieses Leben für mich bereithielt.“ Freitag, 30. Oktober 2009
Geschrieben von Bryan
in Bryan hört Musik, Mensch des Monats
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17:47
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Vielseitiger als gedacht: jedem seine Nana!
Du meine Güte, sie ist am 13. Oktober fünfundsiebzig geworden! Und ich habe es leider nicht geschafft, ihr rechtzeitig einen Mensch des Monats-Artikel zu widmen. Dabei hat sie es sich auf jeden Fall redlich verdient, dass sich endlich mal ein
![]() Sympathisches Markenzeichen Griechenlands: Nana Mouskouri. Nana Mouskouri (in griechischen Lettern Νάνα Μούσχουρη, Betonung also auf der ersten Silbe) ist am 13. Oktober 1934 in der kretischen Hafenstadt Chania zur Welt gekommen. Das klingt vielleicht romantisch, war es aber nicht: Nana wurde in eine bettelarme und zerrüttete Familie mit spielsüchtigem Vater hineingeboren. Zusammen mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester Jenny erlebte sie Hungerjahre, die grausamen Zeiten der Besetzung ihrer Heimat durch die deutsche Wehrmacht (1941 bis 1944) und den griechischen Bürgerkrieg (bis 1949). Ihr Vater arbeitete als Filmvorführer, und aus den Schattenseiten ihres Daseins fantasierte sich die kleine Nana in schönere Welten. Etwa ins Märchenland des Zauberes von Oz, in dem Judy Garland Over the Rainbow singt, Ihr wisst schon: Irgendwo über dem Regenbogen …
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