Herzlich willkommen und hallo, hier Bryan! Hm, es gibt den Weltraum, unendliche Weiten, das Web und mittendrin seit vielen Monaten auch mich, den Bryan. Ich bin ein kleiner Teddybär aus Bayern und lebe bei meinem Papi, der als Autor, Lektor und Redakteur arbeitet. Der Papi hat mich auch ermuntert, Euch von meiner Welt zu erzählen. Gute Unterhaltung!Aktuelle EinträgeIn Verehrung für meinen liebsten Präsidenten!
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Donnerstag, 25. Juni 2009Sagt bloß, Ihr habt sie gesehen!![]() Auch dahinter steckt immer ein kluger Kopf! Meint jedenfalls der Papi. Vielleicht wollt Ihr ja gleich mal nachlesen, was der Papi in der Kategorie Als Papi … über sich und seine Dienstleistungen so erzählt. Es geht da vor allem ums Schreiben und ums Lektorieren, wie meistens bei meinem Papi. Aber ich freue mich auch sehr, wenn Ihr in meinen eigenen Berichten ein bisschen stöbert – oder wenn Ihr sie gar studiert. Im schönsten Fall merkt Ihr dann, dass man nicht nur von Gespenstern geistreich unterhalten wird. Viel Spaß dabei wünscht Euch Bryan! Übrigens, die Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT erschien erstmals am 21. Februar 1946. Seit Juni 2009 gehört sie zu je 50 Prozent den beiden Familienunternehmen Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH und Dieter von Holtzbrinck Medien GmbH. Die verkaufte Auflage lag im ersten Quartal 2009 bei gut 505.000 Exemplaren, derzeit zählt DIE ZEIT 2,05 Millionen Leserinnen und Leser. Die heutigen Herausgeber sind Euer berühmter Altkanzler Helmut Schmidt sowie Josef Joffe und Michael Naumann. Der Chefredakteur der ZEIT heißt Giovanni di Lorenzo. Auch wenn die Zeiten der legendären Marion Gräfin Dönhoff (verstorben 2002) leider lange vorbei sind, beziehen der Papi und ich DIE ZEIT noch immer im Abonnement. Ich lese sie sehr gerne, ganz nach dem Motto: Mancher Bär weiß mehr. Mittwoch, 24. Juni 2009
Geschrieben von Bryan
in Bryan hört Musik, Mensch des Monats
um
19:37
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Wahrlich ein bäriger Barde: Demis Roussos!
Heut bin ich wieder musikalisch und werde Euch beweisen, dass es stimmlich sogar noch höher hinaufgeht als bei Monika Martin: Ich komme jetzt nämlich zu Demis Roussos! Genüsslich fragte mich Serafino vorhin deswegen: „Wollte dem wer auf die Hühneraugen steigen und hat 80 Zentimeter höher getroffen?“ Ich schmolle noch etwas mit meinem Freund Serafino, muss allerdings zugeben: Auch ich selbst dachte neulich, der Papi hätte eine alte Langspielplatte aufgelegt und aus Versehen mit der Singlegeschwindigkeit abgespielt. Dabei war es doch eine CD …
![]() Jesus lebt! Oder hat die Mona Lisa inzwischen einen Bart? Bevor ich Euch ein paar Roussos-Lieder empfehle, streue ich hier wie inzwischen gewohnt einige biografische Notizen. Der als Artemios Ventouris Roussos geborene Sänger entstammt einer griechischen Familie, die seit den 1920er-Jahren in Ägypten lebte. So kommt Demis Roussos am 15. Juni 1946 in der berühmten ägyptischen Hafenstadt Alexandria auf die Welt und verbringt dort auch seine Kindheit. In den Wirren der Suezkrise (ab 1956) verlieren seine Eltern alles und kehren mittellos um 1960 mit ihren Kindern Demis und Costas nach Griechenland zurück. Wie schon in Alexandria erhält Demis auch in Athen eine musikalische Ausbildung. Er spielt in diversen Bands (The Idols, We Five), verlegt aber nach der Machtergreifung der griechischen Militärjunta seinen Wohnsitz nach Paris. 1968 gründet er zusammen mit Evangelos Odysseus Papathanassiou – den Ihr vermutlich unter seinem Künstlernamen Vangelis viel besser kennt – die Gruppe Aphrodite’s Child. Mit ihrem Greek Sound sind Aphrodite’s Child zunächst in Frankreich, später auch in der Bundesrepublik Deutschland erfolgreich. Anfang der 1970er-Jahre schließlich nimmt Demis Roussos erste Soloplatten auf. Zunächst ohne Erfolg, aber 1973 feiert er mit dem in mehreren Sprachen aufgenommenen Schlager Goodbye My Love, Goodbye seinen internationalen Durchbruch als Solosänger. Sein Album Forever and Ever macht ihn übers Jahr zum Multimillionär. In den folgenden Dekaden verkauft der Star mehr als 60 Millionen Platten und singt in sieben Sprachen. Donnerstag, 4. Juni 2009Heut plaudere ich mal aus dem Nähkästchen
Ja, es stimmt: Auch den Papi schaue ich mit großen Augen an, wenn er mal wieder aus dem Nähkästchen plaudert. Wobei es ja für jemanden, der mit bürgerlichem Nachnamen Schneider heißt, grundsätzlich viel besser passt als für andere. Was aber ist mit diesen Worten gemeint? Und wie kam und kommt es dazu, dass viele Leute aus dem Nähkästchen plaudern, obwohl sie gar keines haben?
Selbst Band 11 der Duden-Reihe (Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten) verrät nur den Sinn der angeblich umgangssprachlichen Worte: Demnach plaudern die Menschen aus dem Nähkästchen, wenn sie etwas verraten; Einblick in Dinge gewähren, die anderen sonst nicht zugänglich sind. Zwei Beispiele nennt der Duden, als erstes: Man versuchte die Vorgänge geheim zu halten, aber offensichtlich hatten schon einige Leute aus dem Nähkästchen geplaudert. Und als zweites Beispiel zitiert die Auflage von 1992 eine schon damals uralte Fernsehzeitschrift aus dem Jahre 1979: Bei trockenem Weißwein … plaudert der bärtige Hanseat aus dem Nähkästchen. ![]() Bärli nimmt das wörtlich. Ein herzliches Danke unserer Freundin Maria! Eine andere mögliche Erklärung: Gesellige Damenrunden und junge Mädchen trafen sich zum Nähkränzchen oder zu Nähnachmittagen, bei denen Heimlichkeiten sowie die neuesten Klatsch- und Tratschgeschichten ausgetauscht wurden. Im Lauf der Zeit ging dann das Geplaudere aus dem Nähkästchen in die Umgangssprache ein. In vielen Quellen ist die Rede davon, dass der großartige deutsche Schriftsteller Theodor Fontane (1819 bis 1898) für die Prominenz des Nähkästchens verantwortlich ist. Im Internet werdet Ihr sehr oft Hinweise wie etwa folgenden finden: In Fontanes Meisterwerk „Effi Briest“ entdeckt Landrat Geert von Innstetten im Nähkästchen seiner Frau Effi verhängnisvolle Briefe. Diese Briefe enthüllen eine sieben Jahre zurückliegende Liebesaffäre Effis mit dem Major Crampas. Das hat leider tödliche Folgen, blablub. Der Papi hat mir gerade den Roman hingelegt – und ich zitiere mal eben: „… holen Sie nur das Stemmeisen, Roswitha, wir wollen den Deckel aufbrechen.“ Hallo und aufgemerkt, ein Stemmeisen fürs Nähkästchen?! Nein, die Wahrheit liegt im Nähtisch: Dort nämlich, „unter dem dritten Einsatz, ganz unten“ im letzten Fach des Nähtisches, dort findet Roswitha auf der verzweifelten Suche nach Verbandszeug die Briefe ihrer Herrin. Und erst als der Hausherr den ausgeräumten Nähtisch wieder einräumen will, kommt es zur schicksalhaften Entdeckung des genauen Inhalts. Nur Stunden später wird Baron Innstetten über die Briefe seiner Frau ausdrücklich sagen: „Ich fand sie heut in ihrem Nähtisch.“ Bei Shakespeare würde Julia jetzt sicher etwas wie „Es war der Nähtisch und nicht das Nähkästchen“ murmeln. Ich aber plauderte gerne aus dem Nähkästchen und Ihr, liebe Freunde, wisst nun hoffentlich etwas besser darüber Bescheid. Mittwoch, 3. Juni 2009Neues von Serafino!
Mit seiner Boshaftigkeit bringt mich unser Freund Serafino manchmal an den Rand meiner Geduld. Von wegen „erfrischender Sarkasmus“: Noch einen Schritt weiter, und er bräuchte ein neues Holzfällerhemd! Aber wie Ihr wisst: Ich bin fast immer friedlich wie ein Lamm.
![]() An manchen Tagen findet unser Serafino die Welt einfach fliederlich! Leider kommentierte er nur wenige Minuten später eine Monika-Martin-Ballade ganz anders. Dieses Lied gefällt dem Papi und mir wegen seiner Melodie besonders gut. Es heißt „Eisprinzessin“ und ich schwelge mal kurz rein in den Text: Sie tanzt den schönsten Tanz, voller Anmut und Eleganz, und ein junger Mann schaut ihr zu. Damit sie von ihm weiß, streut er Rosen aufs blanke Eis, doch sie dreht sich unnahbar im Kreis. Eisprinzessin, keine tanzt so traumhaft wie du, scheint dein Herz auch wie Eis, seines brennt lichterloh … … … Die Eisprinzessin stürzt, aufsteh`n, das kann sie nicht, sie ruft den jungen Mann her zu sich. Er trägt sie sanft hinaus, und er schnürt ihr die Schuhe auf, damit nahm das Schicksal seinen Lauf. … … …“ An dieser Stelle nun meinte Serafino nur: „Wie fatal: Kann denn der Dödel seine Liebe nicht intelligenter zeigen? Die Pirouetten-Queen ist doch garantiert über seine ausgestreuten Blumen gestolpert! Und nun ist sowieso alles aus, weil sie leider Schweißfüße hat.“ Du meine Güte, vielleicht hat Serafino ja recht!
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